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Trixie
Niemand hört ihre Schreie
Eine junge Katze wurde vom Nachbarn zu Tode gequält.
Region Vogelsberg, von Beate Laube.

Jeden Tag verschwinden Katzen. Sie werden überfahren, gestohlen oder ziehen sich zum Sterben an einen einsamen Ort zurück. Und manchmal werden gequält und getötet – grundlos und grausam ihres Lebens beraubt.

Jeden Tag gibt es irgendwo auf dieser Welt einen Menschen, der um sein Tier Tränen der Trauer und des Unverständnisses vergießt. Wir wissen niemals, wann wir unsere Katze zum letzten Mal sehen, zum letzten Mal streicheln und ihr zum letzten Mal die Haustüre nach draußen öffnen.

Ich hatte eine sehr junge Katze, ganz verschmust, vorwitzig und neugierig dem Leben gegenüber. Sie liebte es, sich in die Sonne zu legen, mit Papierkügelchen zu spielen und freute sich über jede noch so kleine Streicheleinheit. Trixie war mein kleiner Sonnenschein.

Irgendwann kam sie von einem ihrer Streifzüge nicht zurück. Da ich in einem kleinen Dorf wohne, dachte ich zuerst an nichts Schlimmes, wartete tagelang auf ihre Rückkehr. Aus Tagen wurden Wochen – und trotz meiner Bemühungen tauchte sie nicht wieder auf. Viele Nächte lag ich wach, weinte und lief bei jedem noch so kleinen Geräusch an die Haustür. Doch irgendwann müsste ich mich damit abfinden, dass sie nie wieder zurückkommt.

Es waren mehre Wochen vergangen, als aus meinen Befürchtungen grausame Gewissheit wurde. Nie mehr werde ich das Bild aus meinem Kopf vertreiben können, nie mehr den Schmerz aus meinem Herzen, als ich eines Morgens direkt vor meinem Haus den kleinen, abgemagerten, geschundenen, entstellten und toten Körper meiner Katze fand.

Jemand hatte ein Zeichen setzen wollen. Er hatte meine Katze gequält und langsam verhungern lassen. Er wollte mir mitteilen, dass ich mein Katzen nicht auf sein Grundstück lassen soll, dass er die Macht hat, es zu verhindern.

Der Anblick ist nicht mehr zu vergessen.

Und dieser Mensch hat es geschafft: Er wird nie mehr eine meiner Katzen zu sehen bekommen, denn ich habe einen hohen Schutzzaun um mein Grundstück gezogen, will ihm nie mehr die Möglichkeit geben, meinen Katzen weh zu tun.

Das Bild jedoch, welches ich zuletzt von meiner Katze sah, werde ich nie mehr vergessen können, und das Leid, das sie durchmachen musste, vermag ich mir nicht einmal vorzustellen!

In der allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten, so fand ich geschrieben, steht, dass der Mensch sich friedlich zu verhalten und andere Menschen freundlich und hilfsbereit zu behandeln habe. Es steht dort auch von der unantastbaren Würde des Menschen und dass jeder Mensch ein Grundrecht auf dies Würde hat.

Aber es wird auch über die Ehrfurcht vor dem Leben geschrieben und dass diese die Tiere, die Pflanzen den Erdboden, das Wasser und die Luft mit einschließt.

Dass die Menschen Sorge dafür tragen, dass die Natur und die Mitgeschöpfe geschützt und erhalten werden sollen!

 

Kommentare erwünscht!

Wer sich hierzu äußern möchte bitte per E-Mail: astrid [at] tiere-wie-sammy.de. Ich werde es unten anfügen.

 

 
 
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