Ob eine schwarze Katze Unglück bringt, hängt davon ab, ob man ein Mensch oder eine Maus ist. Max O'Rell

Katzenkrankheiten

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist ein lebensgefährliche Erkrankung.
Erkrankte Katzen sind nicht unbedingt zu erkennen.
Es besteht eine besondere Gefährdung für Jungkatzen.
Ohne Behandlung führt Katzenschnupfen oft zum Tod.
Eine Impfung gegen Katzenschnupfen schützt und ist unerlässlich.
Alle Katzen sollten daher eine Grundimpfung erhalten.


Die Ursache sind verschiedene Infektionserreger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien.
Es ist eine Komplexerkrankung mit einer Vielzahl von verschiedene Virustypen, deren Zusammensetzung sich ständig verändert.
Die Erreger können wochen- bis monatelang ausgeschieden werden. Chlamydien spielen bei großen Katzenbeständen eine Rolle.
Die Erkrankung tritt unabhängig von der Jahreszeit auf. Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nicht geimpfte Katzen an.
Die Krankheitserreger werden durch Tröpfchen aus Nasensekret, Tränenflüssigkeit oder Speichel übertragen. Auch Gegenstände, die mit dem Erreger in Berührung gekommen sind, können diesen weiter verbreiten.
Besonders gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche die in eine Tierpension oder ein Klinik gebracht werden müssen und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose leiden. Die Inkubationszeit des Katzenschnupfens beträgt nur wenige Tage, d.h. die Erkrankung kann innerhalb von 1-5 Tagen ausbrechen.
Die Krankheit beginnt mit tränenden Augen, klarem, wässrigem Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Diese eigentlich harmlosen Anfangssymptome können sich schnell zum wirklichen „Katzenschnupfen“  verschlimmern. Symptome sind meist hohes Fieber (erkennbar durch heiße Ohren und Nase) und häufiges Niesen. Ähnlich der Erkältung und dem Schnupfen beim Menschen, schwellen die Mandeln und Lympfknoten im Halsbereich an.
Der Augen- und Nasenausfluss wird auffallend und eitrig, es treten schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen auf.
Die betroffenen Katzen sind motivationslos und matt, verweigern jede Nahrungsaufnahme, weil der für Katzen wichtige Geruchssinn stark eingeschränkt ist und das zerkleinern und Schlucken der Nahrung sehr schmerzhaft ist.
Daraus entsteht ein Teufelskreis, der zu einer rasch fortschreitenden Schwächung der Katze und schließlich zum Tod führen kann.
Durch Impfung kann der Erkrankung erfolgreich vorgebeugt werden. Ist die Katze bereits erkrankt, sollte so schnell wie möglich der Tierarzt aufgesucht werden. Das körpereigene Immunsystem der Katze benötigt jetzt entsprechende Unterstützung, um die Erreger zu bekämpfen: Hier hilft ein nicht zu trockenes ,warmes Raumklima, die Behandlung mit Antibiotika, sowie die Reinigung von Augen und Nase.

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Katzenseuche

Auch reine Wohnungskatzen sind gefährdet.
Jungkatzen sind oft nicht mehr zu retten.
Impfung schützt
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Die Katzenseuche oder Panleukopenie ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsfähig und behält seine krankmachenden Eigenschaften unter Umständen über ein Jahr. Selbst eine ausschließlich in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet.
Das Virus wird nämlich nicht nur direkt von kranken auf gesunde Katzen übertragen, sondern kann auch indirekt an Schuhen oder der Bekleidung haftend mit gebracht werden. Und zur Ansteckung der Katze führen. Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, tödlichen verlauf. Ein erster Hinweis sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust.
Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell. Es kommt zu Erbrechen und schließlich zu Durchfall mit wässrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell große Mengen Flüssigkeit, sie leidet unter starkem Durst, ist aber in diesem Zustand bereits zu geschwächt., um noch selbst zu trinken. Beim ersten Anzeichen von Katzenseuche ist sofortige tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leider sind trotz einer Intensivtherapie vor allem Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten.
Wenn sich trächtige, ungeimpfte Katzen infizieren, sind auch die Kätzchen im Mutterleib gefährdet. E kommt dadurch zu irreparablen Schäden im Gehirn, Fachleute sprechen hier von Kätzchen-Ataxiesyndrom.

l„Es gibt keine einzige Eigenschaft der Katze, die der Mensch nicht zu seinem Vorteil nachahmen könnte.“ Carl von Vechten