Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus
der vorhandenen Moral auszuschließen.
(Helmut Kaplan)

 

Pferde

 

Betrug mit Beistellpferden
Von Christiane von Schwind

Rund eine Million Pferde gibt es in Deutschland. Schon lange ist Reiten vom Elite- zum Brei-tensport geworden. Doch viele Menschen übernehmen sich, denn Pferde beanspruchen viel Zeit und sind teuer. Allein die Unterstellung in einem Reitstall kostet monatlich 200 bis 400 Euro. Deshalb suchen viele Leute, die sich eigentlich kein Pferd leisten können, eine günstige Unterbringungsmöglichkeit. Weitere Gründe, ein Pferd irgendwo „günstig parken“ zu wollen, sind die Aufgabe des Reitsports oder das Alter des Pferdes, das sein Gnadenbrot bekommen soll. Hier schlägt die Stunde der Betrüger und skrupellosen Pferdehändler. Sie schalten Anzei-gen in Pferdemagazinen oder Verkaufsportalen im Internet wie „Beistellpferde gesucht“ oder „Gnadenhof nimmt alte Pferde“. Oder die Händler, die sich natürlich als Privatpersonen ausge-ben, reagieren auf Anzeigen der Pferdehalter, die schreiben, dass sie ihr Pferd günstig oder sogar geschenkt in gute Hände abgeben wollen. Viele Leute, die darauf hereinfallen, sehen ihre Pferde nie wieder.

Internationale Pferdemafia?
Tierschützer, die die Pferdeszene seit Jahren beobachten, gehen von regelrechten Banden aus, die deutschlandweit und über die Grenzen der Nachbarländer hinaus operieren. Diese Händler würden sich gegenseitig die Pferde zuschieben und versuchen, zu verkaufen. Wenn das nicht gelingt – die Schlachter zahlen immer. Die Polizei hat auf Anfrage solche mafiöse Strukturen nicht bestätigen wollen. Tierschützer und Opfer beklagen, die Ermittlungen nach vermissten Pferden würden häufig nur schleppend laufen und Prozesse sich ewig hinziehen. Nun hoffen sie auf mehr Engagement durch die Polizei und Gerichte, nachdem in jüngster Vergangenheit eini-ge Pferdehändler aufgeflogen sind.

Grundsätzlich raten Tierschützer eindringlich davor, Pferde leichtfertig irgendwo hin zu geben. Werden Sie misstrauisch, wenn jemand für die Unterstellung keine oder nur eine geringe Be-zahlung haben will. Pferde sind teuer und arbeitsintensiv – warum sollte sich das jemand antun ohne angemessene Bezahlung? Schauen Sie sich den Ort an, wo das Pferd hinkommen soll, und machen Sie schriftliche Schutzverträge!

Weiterlesen … Tiere suchen ein Zuhause  © WDR

Links:
www.pferdeschutz.org - Private Homepage mit Informationen und Foren zum Thema Pferdeschutz
www.jawor-seite.de - Private Homepage mit einem Bericht über ein gestohlenes Pferd und Forum

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Fohlenzucht für den Schlachter unverzüglich stoppen!

Die gnadenlose, unbarmherzige, lebensverachtende Saison der skrupellosen Pferdehändler ist wieder in vollem Gange, die regelmäßig in einem Blutbad für die Fohlen (Pferdekinder) endet!

Haflinger - und Kaltblutfohlen aus Österreich und Süddeutschland enden auf diese lebensverachtende Weise jedes Jahr in italienischen Akkord- Schlachthäusern.

In keiner anderen Pferdezucht werden - unter dem Deckmantel "Zucht" - so viele prachtvolle, gesunde, unschuldige Fohlen für den Schlachter gezüchtet. "Traditionsgemäß" werden die Stuten jedes Jahr profitgierig gedeck

Wer sich von den Pferdeschindern eine Stute im Stall hält, meint auch sogleich damit die Legitimation zum Züchten zu haben. Dadurch landen Fohlen in einem Alter von lediglich drei bis sechs Monaten (!), als Folge einer hoffnungslosen "Überproduktion", auf Pferdeauktionen an verschiedenen Orten Süddeutschlands und Österreich

Die schutzbedürftigen Fohlen werden wie Sklaven nach dem Verkauf erstmals von der Mutterstute auf äußerst dramatische so wie brutale Art und Weise getrennt und kaltherzig auf die Transport-LKWs verladen. Sie werden extrem geschlagen, oftmals nicht getränkt, erleiden die Tierkinder Transportverletzungen - vom Freilauf auf der Alm oft direkt in die italienische Mast in Anbindehaltung

Gemeinsam mit genauso schutzbedürftigen Pferden aus Osteuropa sterben sie beim Erreichen des gewünschten Schlachtgewichtes in Schlachthöfen im Akkord einen sehr grausamen Tod. Weil Fohlen oft extrem ängstlich und nervös sind, geht im Schlachthof auch geübten Metzgern mancher Schuss daneben - nicht nur in Italien.

Was passiert mit den süßen Fohlen am Ende der Urlaubssaison? Tiere, die sich nicht für die Zucht eignen und keine Abnehmer finden, werden brutal geschlachtet. Viele von ihnen werden elendig nach Italien transportiert, wo sie als Fleischlieferanten Abnehmer finden und später zu Salami verarbeitet werden.

Weiterlesen, Film und Petitionwww.tierschutznews.ch