Waschbären

Waschbären sind unsere Freundinnen und Freunde!

Waschbären gehören zu den intelligentesten Tieren die in Europa leben.

Heute gibt es in ganz Europa Waschbären. Allein in Deutschland sollen mittlerweile etwa 100.000 bis 250.000 der Kleinbären leben. Waschbären wohnen am liebsten im Wald. In Europa fühlen sie sich auch in der Nähe von Menschen wohl.

Für das Nachtquartier suchen sie Schutz auf Dachböden, unter Holzstapeln oder in Kanalröhren. Die Waschbären gehören zur Familie der Kleinbären. Sie sind mit den Nasenbären und den Pandabären verwandt. In Amerika gibt es mehr als 30 Waschbären-Unterarten, die sich anhand in ihrer Färbung leicht voneinander unterscheiden. In freier Wildbahn werden Waschbären etwa zehn Jahre alt, in Gefangenschaft haben manche Tiere aber schon das doppelte Alter erreicht.

 

Waschbären stellen keine Bedrohung für andere Tierarten dar

 

Exkrementanalysen zeigen, dass die Nahrungsgrundlage Insekten, Käfer, sowie Amphibien und Früchte wie Eicheln, Brombeeren, Kirschen, Pflaumen und Birnen sind. Hinzu kommen Schnecken, Muscheln, Regenwürmer und Reptilien. Nachweise von Kleinsäugern und Vögeln sowie von deren Jungtieren und Gelegen konnten bisher nur im Einzelfall erbracht werden.

 

Der Waschbär ist keine Gefahr für die heimische Tierwelt und somit auch kein Faunenverfälscher. So sind zahlreiche Beispiele eines zeitlichen und räumlichen Nebeneinanders von Waschbärschlafplätzen und Brutplätzen höhlenbewohnender Vogelarten bekannt.

 

Waschbärenexpertinnen wissen: die Population steigt durch Jagdterror

Der Jagddruck veranlasst die Waschbären sich stärker und schneller zu vermehren als sie es normalerweise täten. Seitdem die Waschbären gejagt werden, steigt ihre Vermehrung massiv.

Seit den 1950er Jahren werden die Waschbären durch Jagdterror verfolgt und getötet, gleichzeitig steigt die Zahl der getöteten Tiere beständig. Sobald die Sterblichkeitsrate hochschnellt beteiligen sich schon ein Jahr alte Weibchen an der Reproduktion, was sie normalerweise nicht tun. Das bedeutet Jagdterror verursacht massive Probleme. Außerdem ist Jagdterror lebensfeindlich, weil er darauf ausgerichtet ist, Leben zu vernichten aus Spaß und aus sonstigen niedrigen Beweggründen. Wenn wir keine Gewalt wollen, müssen wir Menschen aufhören gewalttätig zu sein. Im 21. Jahrhundert sind gewaltfreie Problemlösungen das 1. Mittel der Wahl. Alte gewalttätige Traditionen gehören endlich abgeschafft! Sie sind ein schlechtes Vorbild für nachfolgende Generationen, denn sie erziehen zu Mitgefühllosigkeit gegenüber Schwächeren und bilden damit eine Grundlage für Gewalt aller Art. Waschbären sind unsere Freude und gehören auch so behandelt. Wir müssen sie endlich akzeptieren, das Eigentum sichern und die Tiere in Ruhe lassen.

Nur Sichern statt Töten ist ethisch vertretbar, erfolgreicher und kostengünstiger

Für Imker: Mit einfacher Elektrolitze auf 10 und 40 cm Höhe, wie auch mit Netzen lassen sich die Tiere sehr gut fern halten.

Schutzvorrichtungen, die ein Erklettern der Häuser verhindern, sind wesentlicher Bestandteil eines präventiven Konfliktmanagements im urbanen Raum.

 

Fallenjagd ist grausam, brutal und gehört zu den barbarischsten "Jagd"arten. Sie sorgt für extremes Tierleid. Das Tier wird eingequetscht. Das gilt auch für Katzen die hineingeraten. So gefährden die Fallen auch Haustiere und Menschen.


Die Kosten, um aus einem größeren Gebiet auch nur zeitweise alle Waschbären zu entfernen, übersteigen die Kosten der durch sie verursachten Schäden um ein Vielfaches. Es muss heißen sichern, statt töten!


Der Waschbär ist kein Wirtstier für den Fuchsbandwurm und spielt keine Rolle für Räudemilben und Trichinen.

Um dem Besucher den Zugang und Aufenthalt im eigenen Heim nicht allzu leicht zu machen, sollten folgende Hinweise beachtet werden:

 

  • Schneiden Sie Bäume und Sträucher, die an oder über das Dach reichen, großzügig zurück

  • Bringen Sie glatte Blechmanschetten (1 m hoch, 1 m breit) über den Fallrohren der Regenrinne an

  • Lassen Sie ein starkes Metallgitter auf dem Schornstein anbringen

  • Verschließen Sie mögliche Einstiege konsequent und mit soliden Baumaterialien

  • Verschließen Sie nachts die Katzenklappe

Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass der Waschbär bei Ihnen im Garten zum Dauergast wird, können folgende Tipps weiterhelfen
 

  • Bewahren Sie Mülltonnen und Abfälle unzugänglich auf oder sichern Sie Behältnisse mit starken Spanngummis. Stellen Sie die Mülltonnen nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern und Zweigen entfernt auf

  • Gelbe Säcke sollten erst am Tag der Abholung morgens vor die Tür gestellt oder in verschließbaren Boxen aufbewahrt werden

  • Werfen Sie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst nicht auf den Kompost, Garten- und Gemüsereste sind hingegen unproblematisch

  • Hinterlassen Sie keine Nahrungsreste in öffentlichen Papierkörben

  • Futter für Haustiere nicht über Nacht im Garten oder auf der Terrasse belassen

Grundsätzlich gilt: Durch umsichtiges Verhalten ist ein friedliches Neben- und Miteinander von Mensch und Waschbär möglich.

Der Schutz der Lebensräume sollte im Vordergrund stehen


Insbesondere für kleinere Säugetiere, Amphibien und Vögel sollten geeignete Lebensräume zur Verfügung gestellt werden und durch Hecken oder alte Baumbestände Verstecke sowie ein größeres Nahrungsangebot geschaffen werden.