Der Wolf

Aufhören, mit der Flinte zu denken
Willkommen, Wolf, in Schleswig-Holstein! Wie viele Bürger freue ich mich, dass du die gefährliche Reise gut hinter dich gebracht hast und wünsche dir bei der Erkundung deines neuen Reviers alles Gute. Du kannst beruhigt sein: du hast eine Menge Freunde in Politik und Naturschutz, die alle Eventualitäten durchdacht und weitsichtig vorgesorgt haben, auch eine Menge privater Fans, die genießen, dass mit dir ein Stück Wildnis in unsere fade Kulturlandschaft zurückgekehrt ist. ...
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Der Wolf ist ein Raubtier und gehört zu der Gattung der Canoidea, der hundeartigen. Er allein ist Stammvater aller heute bekannten Hunderassen. Eigentlich kann man das faszinierende Tier Wolf nicht kurz oder gar allgemein zusammenfassen, denn ihr Verhalten ist so vielseitig, dass man es nicht verallgemeinern kann. Die Sozialstruktur, die einzelnen Wolfsindividuen(Charaktere), die Jagdstrategien, das Spielverhalten und sogar das Rangsystem sind so vielseitig und unterschiedlich, dass man nicht von einem einzigen, „normalen“ Verhalten sprechen kann. Wölfe sind hochintelligente Tiere und so benehmen sie sich auch: der jeweiligen Situation entsprechend und oft eben genau anders, als man es vermutet hatte.  Jeder Wolf hat seine eigenen Charakterzüge und Eigenarten und das eine Rudel kann sich vollkommen anders verhalten, als das andere. 
Der Grauwolf ist die in Europa heimische Wolfsart, es gibt jedoch jede Menge andere Unterarten, die auf der ganzen Welt verteilt zu finden sind und einige Unterarten sind bereits schon ausgestorben.

Sind Wölfe gefährlich? 
Angriffe auf Menschen sind sehr, sehr selten und die absolute Ausnahme.
Hunde, Pferde, mit Krankheiten infizierte Insekten und sogar Bienen, durch die jährlich viele Menschen verletzt werden oder sogar ums Leben kommen, sind wesentlich gefährlicher als Wölfe.
Wenn Wölfe wirklich so gefährlich wären, warum leben dann all die Feldforscher noch? Sie nähern sich ihnen oft bis auf wenige hundert Meter, doch keiner von ihnen wurde je angegriffen. Auch hatten diese Forscher oft direkten Kontakt zu Grizzlybären, den sie unversehrt überstanden haben. Eine Forscherin, ist bei ihrer Forschung auf ein Rudel Wölfe gestoßen, die eine  unberührte Landschaft ihr Zuhause nennen und noch nie Kontakt zu Menschen gehabt haben, also auch keine natürliche Angst vor ihnen entwickelt haben. Sie hat sich auf eine Wiese gelegt und die Wölfe sind ganz nah an sie herangekommen, haben sie sogar beschnüffelt, ihr aber nichts getan, stattdessen untereinander gespielt. Ich denke, das spricht für sich selbst. Die Natur ist nicht böse, wir Menschen sind es, die sie aus Unwissen und Hass dazu machen.

Sehen Wölfe Schafe und anderes Nutzvieh der Menschen als Beute an?
Natürlich! Woher sollen Tiere denn wissen, was sie jagen dürfen und was nicht, wir können es ihnen ja nicht sagen. Sie sehen zwischen wilden Rehen und Hirschen keinen Unterschied zu Schafen, Kühen oder anderem Nutzvieh. Eigentlich kommt es erstaunlich selten vor, dass Wölfe z.B. Schafe reißen, obwohl sie zum Teil gar nicht durch den Menschen gesichert sind (z.B. Elektrozäune, usw.), doch wenn es dann doch einmal geschieht, reißen sich gewisse Medien nahezu darum und rücken den Wolf (mal wieder) ungerechterweise in ein schlechtes Licht und betiteln ihn als wilde Bestie im Blutrausch. Doch auch Wölfe müssen Fressen, um zu überleben und woher konnten sie denn wissen, dass sie diese Schafe, eine natürliche Beute nicht jagen durften, wenn sie doch noch nicht einmal eingezäunt waren.

Sind Wölfe blutrünstige, menschenfressende Bestien?
Nein! Wer das denkt, lebt nicht in der heutigen, aufgeklärten Welt. Wir Menschen glauben, alles zu können und zu wissen und intelligenter zu sein, als alte Naturvölker, wie zum Beispiel die Indianer. Doch warum glauben wir dann, dass so soziale und scheue Tiere wie die Wölfe Bestien sind? So etwas gehört in die Vergangenheit. In unserer so genannten modernen Zivilisation, sollten wir in der Lage sein, mit den Wölfen, allen anderen Tieren und der Natur zu leben, leben zu lassen und immer wieder aufs Neue von ihnen zu lernen.

Greifen Wölfe Hunde, Katzen oder andere Haustiere an?
Das kann im Einzelfall vorkommen, ja. Vielleicht werden manche jetzt denken, dass das grausam ist, aber es ist doch genauso grausam, wenn ein Mensch einen Wolf tötet, der vielleicht sogar Junge hatte, die nun als Halbweisen aufwachsen müssen, oder gar sterben, wenn dieser Wolf ihr einziges Rudelmitglied war.

Sind Wölfe Killermaschinen, die nur ans Töten denken?
ganz und gar nicht!!! Wölfe jagen, um zu überleben, nicht aus Mordlust. Das ist eine rein menschliche Eigenart, die aus Rache oder wegen Gier Menschen töten, oder Tiere, um deren Fell zu tragen oder einfach nur aus Spaß.

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Der Wolf und sein Image

Jahrhunderte lang wurde dem Wolf in Märchen und im religiösen Kontext ein schlechtes Image angedichtet.

Die Verwendung des Wolfes als böse Macht könnte auf die Angst der Menschen vor Werwölfen zurückgehen. Besonders im 16. und 17. Jahrhundert gab es, ähnlich wie die Hexenverfolgungen, zahlreiche Prozesse, in denen Männer beschuldigt wurden, Werwölfe zu sein und Kinder gefressen zu haben.

Zu Unrecht wurde er erbarmungslos gejagt und beinahe ausgerottet, und noch heute sitzen die alten Ängste und Vorurteile tief. In Deutschland fehlt zudem seit 150 Jahren die praktische Erfahrung einer Koexistenz mit »Canis lupus«. Deshalb sind viele Menschen verständlicherweise unsicher im Umgang mit diesen Tieren, und der Aufklärungsbedarf ist groß.

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